3 Monate. 1200 Kilometer. Rucksack. Zelt. Skandinavien.
4 Pfoten. 2 Beine. Ein unschlagbares Team.

Ganz ehrlich? Jedes Mal, wenn ich das aufschreibe, denke ich:
Wer macht denn bitte sowas?! Wie verrückt ist das?!

Und dann wird mir klar:
In ein paar Wochen geht’s wirklich los.
Dann gehen WIR los.

Wir – das sind Skipper, mein leicht durchgeknallter kleiner Münsterländer mit mehr Energie als ein ganzes Husky-Rudel, und ich: Outdoor-verrückte Moderatorin und TV-Journalistin aus Kiel, Storytelling im Herzen, Wind im Gesicht, Salz auf der Haut.

Elf Jahre Skandinavien-Erfahrung als Fernsehreporterin. Unzählige Drehs zwischen Fjorden, Fjells und Schären. Und jetzt?
Jetzt wird nicht mehr nur berichtet. Jetzt wird gegangen.

Zwischen Mai und August 2026 wandern wir auf dem nördlichsten Pilgerweg der Welt – 1200 Kilometer von Turku bis Trondheim.
Von Finnland über Schweden nach Norwegen. Immer Richtung Norden. Immer Richtung Abenteuer.

Die Idee? Alt. Der Mut? Neu.

Vor neun Jahren hatte ich diesen einen Moment: auf Dreh im norwegischen Gudbrandsdal. In einem Pilgerzentrum. Zum ersten Mal höre ich vom Olavsweg – das ist sowas wie der Jakobsweg, nur halt im Norden. Der Bekannteste führt 760km von Oslo nach Trondheim.

Mein erster Gedanke damals:
„Den laufe ich irgendwann. Mit Hund.“

Problem:
Kein Hund.
Kein Mut.
Ein Jahr selbstständig.
Alleinerziehend.
Sohn 11.
Haus gerade gekauft.

Also habe ich das gemacht, was wir mit großen Träumen manchmal tun:
Schublade auf. Traum rein. Schublade zu.

Ich habe weitergearbeitet. Meinen Sohn großgezogen. 2019 kam immerhin der Hund. Fortschritt!
Aber die Idee? Die blieb. Hartnäckig.

Acht Jahre später: Klick.

Mai 2025. Dreh im finnischen Schärenmeer. Jemand erzählt mir vom „Waterway“ – einer anderen Route des heiligen St. Olav. Nicht durch die Berge. Sondern am Wasser entlang. Von Finnland nach Norwegen.

Und ich denke nur:
Das ist es.
Das passt zu mir.
Und das schafft auch Skipper.

Wasser ist unser Element. Wir leben quasi am Strand, springen ganzjährig in die Ostsee, engagieren uns für Meere und Flüsse. Warum also nicht mal weitwandern – nur eben mit Wellenrauschen statt Bergpanorama?

Also habe ich an einem Sonntag (!) meine Redaktionsleiterin angerufen:
„Ich brauche eine Produktionspause. Ich gehe los.“

Danach? Sieben Monate sortieren, planen, rechnen, zweifeln, träumen.
Und langsam begreifen, was „1200 Kilometer“ wirklich bedeutet.

Die Route unseres Lebens

Wir starten in Turku, durchqueren den finnischen Schärengarten, setzen über zu den Åland Inseln, folgen der schwedischen Ostseeküste, wandern entlang von Flüssen und alten Pilgerpfaden – immer auf den Spuren des heiligen St. Olav – bis hoch in die norwegischen Berge nach Trondheim.

Rucksack.
Zelt.
Keine Komfortzone.

Mit Hund zu wandern heißt: mehr Planung, mehr Organisation, mehr Gewicht, mehr Verantwortung.
Aber es heißt auch: nie allein sein.
Immer jemanden an meiner Seite, der jeden einzelnen Kilometer feiert, als wäre es der beste seines Lebens.

Wir gehen ALL IN.
Und wollen herausfinden, wie gut – oder auch wie chaotisch – Weitwandern in Skandinavien mit Hund wirklich funktioniert.

Wenn ihr Lust habt auf Wind im Gesicht, nasse Füße, Mückenattacken, magische Sonnenuntergänge und ganz viel echtes Unterwegssein:

Kommt mit auf unser Abenteuer.

Im Mai 2026 geht’s los.
Und ich kann es selbst kaum glauben.